Wanderung: Talweiher – Oltingen – Wenslingen – Wolfloch 30. April 2022

Mit den Autos aus verschiedenen Richtungen angereist, besammelte sich die Wandergruppe beim Parkplatz am „Ammeler Talweiher“. Organisator Peter Benz begrüsste seine Wanderkollegen an diesem sonnigen Samstagmorgen. Bereits die ersten Schritte auf dem Waldweg durch dieses wunderschöne Naturschutzgebiet, liessen die Wanderherzen höher schlagen. Das Rauschen der Ergolz, der saftig grüne Blätterwald, die vielfältige Blumenpracht und die zwitschernden Vogelstimmen begleiteten uns auf dem Weg Richtung Oltingen. Nach einem kurzen Anstieg zog ein Wasserfall unsere Blicke auf sich. Unmittelbar danach verliessen wir den Wald und schon bald sahen wir auf einer kleinen Anhöhe die Kirche von Oltingen. 

Hier erwartete uns Pfarrer Christian Bühler. Er vermittelte uns interessante Geschichten über die kunstvollen Wandgemälde der sehr schönen St. Nikolaus Kirche aus dem Jahre 1296. Die Fresken aus dem 15. Jahrhundert wurden anlässlich der Reformation überdeckt und bei der Renovation von 1956-58 wieder freigelegt. Die Aussagekraft dieser Bilder war beeindruckend. Kaum zu glauben, aber in dieser Kirche wird noch von Hand geläutet. Um die grosse Glocke, die 1493 gegossen wurde und 1450 kg wiegt, in Schwung zu bringen, braucht die Glöcknerin doch einiges an Muskelkraft. Die Älteste im Turmgebälk wurde 1441 eingeweiht. Mit dem Lied „Vineta“ wurde die Führung durch die Kirche abgeschlossen. 

Eine weitere Überraschung erwartete uns im Pfarrhaus. Ein seltener „Zehntenschrank“ aus dem Jahre 1647 mit Akten, könnte wohl einige Geschichten erzählen. Dann führte uns Pfarrer Bühler in den schönen und gepflegten Pfarrgarten. Er schätzt diesen historischen Park auch als Ort für Begegnungen mit den Menschen. Wanderleiter Peter Benz liess gleich Taten folgen und offerierte zum Apéro ein „Fürstlicher Federweiss“. Für die Führungen bedankte er sich beim Pfarrer mit gutem Wein aus dem Rebgut unseres Vizepräsidenten. 

Bereichert mit Informationen über das Kunst- und Kulturgut von Oltingen, ging die Wanderung auf dem „Baselbieter Chirsiweg“ weiter. Ein kleiner Anstieg bis zum Bauernhof „Vogelhalde“ brachte uns ins Schwitzen. Gemütlichen Schrittes und bei guter Weitsicht gelangten wir durch die blühende Landschaft nach Wenslingen. Hier im Restaurant „Dorfbeizli“ wurden wir gut und reichlich verpflegt. Bei unterhaltsamen Gesprächen und geselligen Liedern, konnten wir das kameradschaftliche Beisammensein richtig geniessen. 

Nach der Mittagspause führte unser Weg vorbei an Weiden und gelben Rapsfeldern Richtung Wolfloch. Während wir auf trockenem Weg über die Hochebene wanderten, zog ein Gewitter mit Blitz und Donner über die Geissfluh hinweg. Wie sich dann am Abend herausstellte, hatten sich diese Wolken direkt über Frick so richtig entladen. 

Im Hoflädeli Wolfloch wurde noch ein kleiner Zwischenhalt eingelegt. Wenn man dem energiegeladenen Geschäftsmann TG auf dem Hof begegnet, auf dem er verschiedene Produkte und Spezialitäten produziert, würde man von ihm nicht erwarten, dass er hier auch soziale Projekte für Langzeitplatzierungen von Jugendlichen in schwierigen Situationen leitet. Im Anschluss begaben wir uns auf den kurzen Abstieg zum Parkplatz beim Talweiher. 

Mit folgenden Rückmeldungen möchten wir uns bei Peter herzlich bedanken: „Wir haben einen wunderbaren Frühlingstag im Baselbiet erlebt. Organisation und Kameradschaft waren einmalig. Dass nennen wir kollegiales Zusammensein.“

 

Wanderung: Bürersteig - Geissberg - Ruine Besserstein - Remigen 25. März 2022

Bei frühlingshaften Temperaturen begrüsste Johann seine wandertüchtigen Sängerkollegen auf der Bürersteig und gab einige Details zur heutigen Wanderung bekannt. Den Aufstieg auf den Geissberg gingen wir gemütlich an. Wir gönnten uns sogar Zeit und rätselten über die ersten Vogelstimmen, die im Wald hörbar waren. Zum Glück war Kurt dabei, denn er erkannte (per BirdLife) die Stimme vom Kleiber sofort. 

Die Anstrengungen zur Bewältigung der Höhendifferenz, wurden auf dem „Chamerenfels“ mit einer herrlichen Weitsicht über die umliegenden Jurahöhen reichlich belohnt. Bei diesem Aussichtspunkt konnten wir zu unserem Kollegen Rolf aufschliessen, der mit seiner jungen Schäferhündin den Aufstieg etwas früher in Angriff nahm. 

 

 

Nach einer kurzen Wegstrecke gelangten wir auf dem Höhenweg zum Steinbruch „Gabenchopf.“ Auf einem Podest, wo wir das ganze Areal überblicken konnten, waren wir von dieser gigantischen Abbaustelle überrascht. Dieser Steinbruch ist die Grundlage für die Zementproduktion im Werk Siggenthal. Die Firma Holcim baut hier seit 1955 jährlich ca. 1.2 Millionen Tonnen Kalkstein und Mergel ab. Das gebrochene Gestein wird über ein Förderband nach Siggenthal transportiert und ermöglicht so eine Jahresproduktion von ca. 900 000 Tonnen Zement. Am gegenüberliegenden Hang konnten wir sehen, wie die ersten Abbaustellen bereits wieder bepflanzt wurden. 

Nach diesem eindrücklichen Augenschein führte der Weg weiter vorbei an der Schrannen-Hütte zur Ruine Besserstein. 

Da wo einst die Habsburger hausten und während dem 2. Weltkrieg eine Artilleriefestung eingerichtet war, präsentiert sich heute eine friedliche Ruine mit sehr schöner Grillstelle und einem traumhaften Ausblick ins Aare- und Limmattal. Bei guten Sichtverhältnissen kann man den Blick über das ganze Alpenpanorama schweifen lassen. 

Ein schöner Ort, wo wir uns während der gemütlichen Mittagsrast und bei unterhaltsamen Gesprächen erholen und die Aussicht und Geselligkeit in vollen Zügen geniessen konnten. 

 

 

Nach der Mittagspause ging es hinunter zum Villiger Rebberg, wo wir der Strasse folgten, die uns entlang dem Waldrand, oberhalb dem „Hasel Zoo“, nach Remigen führte. 

Während wir im Restaurant Bären auf die nächste Busverbindung warteten, konnten wir mit einem erfrischenden Bier auf eine interessante Wanderung anstossen, die uns durch die spriessende Natur mit den ersten Frühlingsboten führte. 

Das Postauto brachte uns wieder zurück zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz auf der Bürersteig

15. MCF-Wanderung; Freitag, 25. Februar 2022 Lindenboden –Warthöfe –Kaisten –Waldhaus Eiken –Lindenboden

Punkt 09.15 Uhr begrüsste Christian die kleine, aber motivierte Männerchor-Wanderschar beim Spielplatz Lindenboden in Eiken und stellte das Tagesprogramm vor.

 

Schon strebten wir gemütlich bergan und liessen uns vom goldenen Sonnenschein verwöhnen: Rechts grüsste Eiken, links erblickten wir u.a. den Wasserturm der Firma DSM und dahinter das Land unserer nördlichen Nachbarn. Einen ersten Halt gab’s beim Wasserreservoir Eiken, wo Christian fachkundig Zu- und Ableitungen sowie die diesem Reservoir angeschlossenen Gemeinden erläuterte.

 

Bald hatten wir die heutigen Höhenmeter absolviert und wir staunten, wie das Gelände auf dieser Anhöhe besonders hügelig ist. Unweit von unserem Weg entdeckten wir eine Gruppe Gämsen, die sich friedlich und furchtlos in diesen Erdvertiefungen vor dem bissigen Wind schützten. Schon war das grosse Bauerngut Warthöfe’ in Sicht. Richtung Kaisten kannte Christian ein lauschiges Grillplätzchen, wo er uns einen süffigen Epesses’ kredenzte. Beim tollen Ausblick auf Kaisten hinunter, stiegen vor allem bei Peter und Thomas frühe Jugend- bzw. Berufserinnerungen auf. Mit Verve berichteten die Beiden von den damaligen beruflichen Herausforderungen, welche sie mit Bravour gemeistert hatten.

 

Vorsichtigen Schrittes bewältigten wir den recht steilen Abstieg nach Kaisten hinunter. Bei der neuen Sporthalle Hofmatt hatten wir wieder ebenes Terrain erreicht und wanderten zielstrebig durch Feld und Hardwald unserem ‘Fressnapf’, der Feuerstelle beim Waldhaus Eiken, zu.

 

Hier überraschte uns ein weiterer Peter, welcher einmal mehr und verdankenswert bereits ein Feuer entfacht hatte, so dass wir die mitgebrachten Würste sogleich auf den Rost legen und uns dem Weinflaschenöffnen widmen konnten. Nach allseitigem ‘Prosit’ und hungrigem Vertilgen der ersten Grilladen beglückten wir, auf Idee von Hans Jörg hin, das abwesende Geburtstags’kind’ Johann via Mobiltelefon mit einem kräftigen ‘Happy Birthday’.

 

Nach reichlichem Fachsimpeln über die aktuelle politische Lage in Europa, den Männerchor im Allgemeinen, die hoffentlich definitiv abflauende Pandemie und die bevorstehende wärmere Jahreszeit führte uns Christian zurück zum Ausgangspunkt Lindenboden.

Schön war’s. Eine weitere Wandererinnerung wird angenehm in unseren Köpfen verbleiben.

Herzlichen Dank, Christian!

14. Wanderung: Vom Benkerjoch nach Gipf-Oberfrick Samstag 22.1.2022

 

Nach der Anfahrt mit dem Postauto, besammelte sich die wanderfreudige Sängerfamilie bei der Bushaltestelle auf dem mit Schnee bedeckten Benkerjoch. Johann begrüsste die Teilnehmer und erinnerte, dass hier der Jura Höhenwanderweg 5 vorbeiführt. Dieser erstreckt sich über einer Distanz von 311 km von Dielsdorf über die Jurahöhen nach Nyon am Genfersee. 

Dann nahmen wir unsere Wanderung auf dem leicht ansteigenden Weg Richtung Stockmatt gemütlich in Angriff. Bei einem kurzen Halt ermunterte Johann die Teilnehmer, die umliegenden schönen Aussichtspunkte mal zu erkunden. Vor uns zeigte sich stolz der Striehe mit 866.7 m als die höchste Erhebung, die ganzheitlich im Aargau liegt. Hinter uns präsentierten sich Asperstriehe, Wasserflue, Salhöhe und Räbenchopf. Mit Blick Richtung Baselbiet waren die Böckterflue und der Farnsberg gut erkennbar. 

Weiter ging es bis zum Waldhaus Wölflinswil, wo wir die Sicht über das obere Fricktal geniessen konnten. 

Nach wenigen Minuten erreichten wir den Bauernhof *Wolfig» der Familie Belser. Bei einer sehr interessanten Führung zeigten uns die beiden Jungbäuerinnen Bettina und Angela den neuen und modern (u.a. Melkroboter) eingerichteten Viehstall, der erst im November 2021 fertig gebaut worden ist. Dieser wurde ganz nach den eigenen Vorstellungen erstellt mit dem Gedanken, dass die Tiere sich darin wohl fühlen können. Die Familie Belser gehört zu den erfolgreichsten Viehzüchter im Aargau. Man spürte, dass auf diesem Hof alle mit Leib und Seele an dem Ziel arbeiten, gesunde, robuste und schöne Kühe mit guter Milchleistung zu züchten, um an Auktionen und Ausstellungen die vordersten Plätze belegen zu können. Mit einem Lächeln meinte Betti, dass ihr die Arbeit im Stall mit den schönen Kühen auch mehr Spass mache. Anschliessend an den Rundgang konnten wir uns bei einem reichhaltigen Apéro für die letzte Wegstrecke stärken. Diese führte uns via Rosegg – Junkholz – Eichbrünnli nach Gipf-Oberfrick. 

Bei einer kulinarischen Metzgete im Gasthof Adler fand ein erlebnisreicher Wandertag, bereichert durch interessante Gespräche und guter Stimmung einen schönen Ausklang.