Tolles Konzert der Musikgesellschaft und des Männerchor Frick
Erstmals gaben die Musikgesellschaft und der Männerchor Frick gemeinsam unter dem Motto grenzenlos am letzten Wochenende ein Konzert. Die beiden Dirigenten Beat Simeon (MG) und Dario Viri (MC) stellten mit ihren Kommissionen ein mitreissendes Programm zusammen. In vier Sprachen sang der Männerchor, weshalb das Attribut «grenzenlos» auch in dieser Beziehung passte. Den Konzertabend eröffnete er mit dem welschen Lied «Le vieux chalet», nach dem bekannten «Muss i denn zum Städtele hinaus» (einem schwäbischen Volkslied) in vier Stimmen kehrte mit dem besinnlichen Lied «Vineta» eine starke Ruhe in der voll besetzten Kirche ein. Das rätoromanische Lied «Dorma bain» unter dem Dirigentenstab von Dario Viri ist immer ein Genuss. Das Besingen der Berge mit «La Montanara» füllte wiederum den schönen Kirchenbau mit den sanften und wieder kraftvoll anziehenden Männerstimmen. Das anschliessende russich-orthodoxe Kirchenlied «Tebe poem» (eine Hymne an Gott) in ausgeprägtem Legato leitete zum 2. Teil mit der Musikgesellschaft über.
Meisterhaft führten die MusikantenINNEN mit Wedding March durch alle Facetten einer Hochzeit (Nervosität vor und beim Schreiten durch die Kirche, die Trauung vor dem Alter und der Spalier vor der Kirche). Das jüdische Volkslied Simi Jadech (heisst: gib mir die Hand) vermittelte Romantik und mit Santorni von Hardy Mertens reisten die Besucher ins Ferienland Griechenland. Beat Simeon verstand es ausgezeichnet, mit dem Dirigentenstab die teilweise «stürmischen» Partituren zu interpretieren. Gekonnt und mit viel Hintergrundwissen zu den gewählten Stücken führte Eveline Ingold bewährt durch das Programm.
Den Höhepunkt des Abend bildeten dann die Oper-Melodien im letzten Teil, der beide Verein gemeinsam bestritten. Man spürte die Freude des Publikums an den Melodien aus der Oper Freischütz (Jägerchor), der Oper Der fliegende Holländer (Matrosenchor von Richard Wagner) und im finalen Stück Chor der Gefangenen aus der Oper Nabucco.
Mit lang anhaltendem Beifall verdankte das Publikum den erlebten musikalischen Hochgenuss, der mit viel bekanntem Musik- und Liedgut absolut gelungen war. Es bleibt zu hoffen, dass diese beiden Vereine wieder einmal in dieser Zusammensetzung auftreten und dabei neue Grenzen durchbrechen werden. Ein Besucher fasste sein Lob in folgenden Worten: Das Ganze bildete eine musikalische «Hühnerhaut auslösende» Einheit; wohltuend für Ohr und Gemüt.
Am Sonntag früh fuhr der Tross mit 2 Cars in die Fricker Partnergemeinde Frickingen am Bodensee, wo mit diesem Besuch ein weiteres Zeichen der aktiv gepflegten, grenzenlosen Partnerschaft gesetzt werden konnte. Die Aktiven liessen es sich natürlich nicht nehmen, den Sonntagnachmittag im gemütlichen Frickingen nach den Anstrengungen der letzten Wochen in ungezwungenem Rahmen zu geniessen und insbesondere den dortigen Frickerplatz zu begutachten.
Publikum «grenzenlos» begeistert
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