Grenzenlos auch in unserer Partnergemeinde Frickingen (D) 30. Mai 2010
Zweites Konzert der Musikgesellschaft und Männerchor Frick
Zeitung Südkurier / Region/Bodenseekreis-Oberschwaben/Frickingen 2. Juni 2010
Vergnügen ist „grenzenlos“
> Partnergemeinde Frick auf musikalischer Visite
> Gemeinsamer Auftritt in der Graf-Burchardt-Halle
von Christiane Fiedler
Frickingen – Unter dem Motto „grenzenlos“ ist auch auf musikalischer Ebene die Partnerschaft zwischen dem schweizerischen Frick und dem deutschen Frickingen eingeläutet worden. Der Männerchor und die Musikgesellschaft Frick gaben in der Graf-Burchardt-Halle eine Kostprobe ihres Könnens. Seit 20 Jahren arbeiten die beiden Gemeinden auf politischer, gesellschaftlicher und schulischer Ebene zusammen. Vereine und Schulklassen statteten sich bereits mehrere Besuche ab. „Unsere Partnerschaft befindet sich auf einem guten Niveau. Das Konzert bringt unsere Partnerschaft noch weiter nach vorn“, meinte Bürgermeister Joachim A. Böttinger.
Das Motto „grenzenlos“ bezog sich nicht nur auf die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz, sondern auch auf die fallenden Grenzen zwischen dem Männerchor und der Musikgesellschaft Frick.
Männerchor und Musikgesellschaft Frick (CH)

Musikgesellschaft und Männerchor der Partnergemeinde Frick gaben in der Graf-Burchardt-Halle ein hervorragendes Konzert. Bild: fiedler

Erstmals standen sie auf deutschem Boden gemeinsam auf der Bühne. Bereits am Vorabend hatten die Musikanten in ihrer Heimat ein gemeinsames Konzert gespielt. „Vor zwei Jahren ist die Idee entstanden, dass die singenden und musizierenden Vereine gemeinsam spielen sollten“, erklärte Evelyne Ingold, die sehr charmant durch das Programm führte.
Unter der Leitung von Dario Viri eröffnete der Männerchor die Grenzüberschreitung. Durch das Konzert zog sich das Thema „grenzenlos“ wie ein roter Faden. Im schwäbischen Volkslied „Muss i denn“ findet sich trotz bestehender Grenzen die große Liebe wieder. Im mystisch und traurig schönen Stück „Vineta“ wird die verlorene heilige Stadt thematisiert, die durch moralische Grenzüberschreitungen untergegangen ist. Nach dem Stück „Tebe-Pojem“, einer Hymne an Gott, übergab Vitri den Taktstock an Beat Simeon.
Die Musikgesellschaft konzentrierte sich auf die grenzenlose Liebe. Angefangen bei dem Höhepunkt einer Liebe, der Hochzeit, spielten die Musiker den „Wedding March“ von Jan van der Rost. Melodisch und romantisch wurde es bei „Simi Jadech“ von Willy Fransen, übersetzt „Gib mir deine Hand“. Rasante Melodien und südliches Temperament gaben einen Vorgeschmack auf Flitterwochen im sonnigen Griechenland auf „Santorini“.
Grenzenlose musikalische Freude zeigten die Musiker schließlich beim gemeinsamen Konzertieren des Männerchors und der Musikgesellschaft. „Unser Zusammenspiel hat sehr gut funktioniert. Vor fremdem Publikum ist das Spielen besonders spannend“, freute sich Melanie Nägele. Schwungvoll ging es bei dem „Jägerchor“ aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl-Maria von Weber zu. Romantischere Töne wurden bei „Der Jäger Abschied“ von Mendelssohn-Batholdy angeschlagen. Mit dem „Matrosenchor“ von Richard Wagner kam das Konzert zum Ende. Ohne eine Zugabe wurden die Musiker nicht von der Bühne entlassen. „Die Ankündigungen waren nicht übertrieben: Wir haben heute ein hervorragendes Konzert gehört. Sowohl in Auswahl der Musikstücke als auch im Vortrag zeigten unsere Gäste ein hohes Niveau“, so Böttinger. Bei einem Apero und gutem Essen wurden Gespräche und Freundschaften vertieft.